Kleingartenanlage Birkheide e.V. Genthin
Tipps für den Garten
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Verfasst am 20.05.2026 um 20:54 Uhr

Gartentipps Mai: Das große Pflanzen nach den Eisheiligen & Pflege-Update

Hallo liebe Gartenfreunde der KGA Birkheide e.V.,


der April hat uns mit seinem Wechselwetter ganz schön auf Trab gehalten, aber hoffentlich konntet ihr die Tipps zur Aussaat und zum Frostschutz gut umsetzen. Jetzt im Mai atmet die Natur richtig auf. Die Tage werden wärmer, und wir stehen vor dem wohl wichtigsten Termin im Frühjahr: Dem Ende der "Eisheiligen" (Mitte Mai).

In diesem Beitrag zeigen wir euch, wie es mit den im April vorbereiteten Pflanzen weitergeht, was jetzt endlich ins Freiland darf und wie wir unser Thema "cleveres Wassermanagement" konsequent fortführen.


Hier ist euer Fahrplan für den Wonnemonat Mai:


Schritt 1: Das Finale der Eisheiligen – Ab ins Beet!

In den letzten Wochen haben wir Tomaten, Paprika, Zucchini und Gurken auf der Fensterbank oder unter Glas gehegt und gepflegt (wie im April-Beitrag beschrieben). Sobald die Gefahr von Nachtfrösten Mitte Mai gebannt ist, schlägt ihre Stunde.

  • Abhärten nicht vergessen: Bevor die Pflanzen endgültig umziehen, solltet ihr sie an die Sonne gewöhnen. Stellt die Töpfe für einige Tage tagsüber an einen schattigen Platz nach draußen und holt sie nachts wieder rein. Das verhindert Sonnenbrand auf den Blättern.

  • Pflanzen mit Bedacht:

    • Tomaten: Setzt sie etwas tiefer in die Erde als sie im Topf standen. Sie bilden am Stängel zusätzliche Wurzeln, was die Wasseraufnahme verbessert. Vergesst die Rankhilfen (Stäbe, Schnüre) nicht!

    • Gurken & Zucchini: Diese sind sehr kälteempfindlich. Wartet lieber ein paar Tage länger, wenn die Nächte noch frisch sind. Sie brauchen viel Platz und nährstoffreiche Erde (Kompost!).


Schritt 2: Update zum Wassermanagement – Mulchen und Tröpfeln

Erinnert ihr euch an unser April-Thema "Wasser sparen"? Jetzt, wo der Boden wärmer wird und die Sonne kräftiger scheint, wird die Umsetzung entscheidend.

  • Der Boden muss bedeckt sein: Sobald ihr Tomaten und Co. ausgepflanzt habt, solltet ihr offene Bodenflächen mulchen. Nutzt angetrockneten Rasenschnitt, Stroh oder Schafwolle. Das hält die Feuchtigkeit im Boden (weniger Gießen nötig!) und unterdrückt Unkraut.

  • Technik-Check: Wenn ihr, wie im letzten Beitrag angeregt, über Tropfschläuche nachgedacht oder diese installiert habt, prüft jetzt die Funktion. Die gezielte Wasserabgabe an die Wurzeln ist die effizienteste Methode für den kommenden Sommer.


Schritt 3: Pflege der April-Aussaaten – Hacken und Vereinzeln

Was wir im April direkt ins Freiland gesät haben (Möhren, Radieschen, Salat), benötigt jetzt Aufmerksamkeit.

  • Vereinzeln: Stehen Möhren oder Pastinaken zu dicht, krümmen sie sich oder bleiben klein. Zieht vorsichtig die schwächeren Pflänzchen heraus, damit die verbleibenden Platz zum Wachsen haben.

  • Unkraut hacken: Die Wärme lockt auch Beikräuter. Hackt regelmäßig zwischen den Reihen. Das entfernt nicht nur Unkraut, sondern lockert auch den Boden auf. Ein lockerer Boden nimmt Gießwasser besser auf und verringert die Verdunstung (ein weiterer Wasserspar-Effekt!).


Schritt 4: Kartoffel-Update – Anhäufeln für reiche Ernte

Haben eure im April gesteckten Kartoffeln bereits grünes Laub gebildet? Dann wird es Zeit für die erste Pflege-Runde.

  • Häufeln: Zieht mit der Hacke Erde von den Seiten an die Kartoffelpflanzen heran, sodass nur noch die oberen Blätter herausschauen.

  • Der Nutzen: Das fördert die Bildung unterirdischer Ausläufer, an denen die neuen Kartoffeln wachsen. Zudem verhindert es, dass Kartoffeln durch Sonnenlicht grün (und giftig) werden. Wiederholt dies alle paar Wochen, bis die Pflanzen zu groß werden.


Der Mai ist arbeitsintensiv, aber er belohnt uns mit dem Anblick der wachsenden Vielfalt.

In unserem nächsten Beitrag im Juni kümmern wir uns dann um die ersten Ernten von Radieschen und Salat sowie um natürlichen Pflanzenschutz gegen Blattläuse und Co.


Wir wünschen allen viel Erfolg beim Auspflanzen und eine schöne Zeit in den Parzellen!